ロマンツェーロ — ハインリヒ・ハイネ
Titelseite Romanzero Nachwort zum Romanzero Über Romanzero Über Romanzero Heinrich Heine Hoffmann und Campe, Hamburg, 1851 Exportiert aus Wikisource am 9. Mai 2026 Editionsrichtlinien: als Grundlage dienen die Editionsrichtlinien von Wikisource. den Gedichten wurden Zeilenzahlen hinzugefügt [ I ] Romanzero von Heinrich Heine. Hamburg. Hoffmann und Campe . 1851. [ III ] Inhalt. Erstes Buch. Historien. Seite Wenn man an dir Verrath geübt * 2 Rhampsenit 3 Der weiße Elephant 7 Schelm von Bergen 16 Valkyren 19 Schlachtfeld bei Hastings 21 Carl I. 28 Maria Antoinette 30 Pomare , I. 34 " II. 35 " III. 36 " IV. 37 Der Apollogott , I. 40 " " II. 41 " " III. 43 [ IV ] Kleines Volk 48 Zwei Ritter 50 Das goldne Kalb 54 König David 55 König Richard 57 Der Asra 58 Himmelsbräute 59 Pfalzgräfin Jutta 62 Der Mohrenkönig 64 Geoffroy Rudèl und Melisande von Tripoli 68 Der Dichter Firdusi , I. 72 " " " II. 76 " " " III. 77 Nächtliche Fahrt 81 Präludium 84 Vitzliputzli I. 89 " II. 100 " III. 108 Zweites Buch. Lamentationen. Das Glück ist eine leichte Dirne * 118 Waldeinsamkeit 119 Spanische Atriden 127 Der Ex-Lebendige 142 [ V ] Der Ex-Nachtwächter 144 Plateniden 151 Mythologie 153 In Mathildens Stammbuch 154 An die Jungen 155 Der Ungläubige 156 K.-Jammer 157 Zum Hausfrieden 158 Jetzt wohin? 159 Altes Lied 161 Solidität 163 Alte Rose 164 Auto-da-fe 166 Lazarus. I. Weltlauf 167 II. Rückschau 168 III. Auferstehung 170 VI. Sterbende 172 V. Lumpenthum 173 VI. Erinnerung 174 VII. Unvollkommenheit 176 VIII. Fromme Warnung 178 IX. Der Abgekühlte 179 X. Salomo 181 XI. Verlorene Wünsche 182 XII. Gedächtnißfeier 184 XIII. Wiedersehen 186 XIV. Frau Sorge 188 XV. An die Engel 190 XVI. Im Oktober 1849 192 [ VI ] XVII. Böses Geträume 196 XVIII. Sie erlischt 198 XIX. Vermächtniß 199 XX: Enfant perdu 201 Drittes Buch. Hebräische Melodien. O laß nicht ohne Lebensgenuß * 204 Prinzessin Sabbath 205 Jehuda ben Halevy , I. 213 " " " II. 223 " " " III. 233 " " " IV. 246 Disputation 261 Noten * 285 I. Rhampsenit * 287 II. Schlachtfeld bei Hastings * 293 III. Erinnerung * 294 IV. Jehuda ben Halevy * 295 Nachwort zum Romanzero * 297 [ 314 ] Druck von H. Hotop in Cassel. Anmerkungen (Wikisource) Mit * markierte Titel wurden der Inhaltsangabe hinzugefügt. [ 297 ] Nachwort zum Romanzero. [ 299 ] Ich habe dieses Buch Romanzero genannt, weil der Romanzenton vorherrschend in den Gedichten, die hier gesammelt. Mit wenigen Ausnahmen schrieb ich sie während der letzten drei Jahre, unter mancherlei körperlichen Hindernissen und Qualen. Gleichzeitig mit dem Romanzero lasse ich in derselben Verlagshandlung ein Büchlein erscheinen, welches „der Doktor Faust, ein Tanzpoem, nebst kuriosen Berichten über Teufel, Hexen und Dichtkunst“ betitelt ist. Ich empfehle solches einem verehrungswürdigen Publiko, das sich gern ohne [ 300 ] Kopfanstrengung über dergleichen Dinge belehren lassen möchte; es ist eine leichte Goldarbeit, worüber gewiß mancher Grobschmied den Kopf schütteln wird. Ich hegte ursprünglich die Absicht, dieses Product dem Romanzero einzuverleiben, was ich aber unterließ, um nicht die Einheit der Stimmung, die in letzterem waltet und gleichsam sein Colorit bildet, zu stören. Jenes Tanzpoem schrieb ich nämlich im Jahre 1847, zu einer Zeit, wo mein böses Siechthum bereits bedenklich vorgeschritten war, aber doch noch nicht seine grämlichen Schatten über mein Gemüth warf. Ich hatte damals noch etwas Fleisch und Heidenthum an mir, und ich war noch nicht zu dem spiritualistischen Skelette abgemagert, das jetzt seiner gänzlichen Auflösung entgegenharrt. Aber existire ich wirklich noch? Mein Leib ist so sehr in die Krümpe gegangen, daß schier nichts übrig geblieben als die Stimme, und mein Bett mahnt mich an das tönende Grab des Zauberers Merlinus, welches sich im Walde Brozeliand in der Bretagne befindet, unter hohen Eichen, deren Wipfel wie grüne Flammen gen Himmel lodern. [ 301 ] Ach, um diese Bäume und ihr frisches Wehen beneide ich dich, College Merlinus, denn kein grünes Blatt rauscht herein in meine Matratzengruft zu Paris, wo ich früh und spat nur Wagengerassel, Gehämmer, Gekeife und Claviergeklimper vernehme. Ein Grab ohne Ruhe, der Tod ohne die Privilegien der Verstorbenen, die kein Geld auszugeben und keine Briefe oder gar Bücher zu schreiben brauchen – das ist ein trauriger Zustand. Man hat mir längst das Maß genommen zum Sarg, auch zum Nekrolog, aber ich sterbe so langsam, daß solches nachgrade langweilig wird für mich, wie für meine Freunde. Doch Geduld, alles hat sein Ende. Ihr werdet eines Morgens die Bude geschlossen finden, wo Euch die Puppenspiele meines Humors so oft ergötzten. Was soll aber, wenn ich todt bin, aus den armen Hanswürsten werden, die ich seit Jahren bei jenen Darstellungen employirt hatte? Was soll z. B. aus Maßmann werden? Ungern verlaß ich ihn, und es erfaßt mich schier eine tiefe Wehmuth, wenn ich denke an die Verse: [ 302 ] Ich sehe die kurzen Beinchen nicht mehr, Nicht mehr die platte Nase; Er schlug wie ein Pudel, frisch, fromm, fröhlich, frei, Die Purzelbäume im Grase. Und er versteht Latein. Ich habe freilich in meinen Schriften so oft das Gegentheil behauptet, daß niemand mehr meine Behauptung bezweifelte, und der Aermste ein Stichblatt der allgemeinen Verhöhnung ward. Die Schulbuben frugen ihn, in welcher Sprache der Don Quixote geschrieben sei? und wenn mein armer Maßmann antwortete: in spanischer Sprache – erwiederten sie, er irre sich, derselbe sei Lateinisch geschrieben und das käme ihm so Spanisch vor. Sogar die eigene Gattin war grausam genug, bei häuslichen Mißverständnissen auszurufen, sie wundere sich, daß ihr Mann sie nicht verstehe, da sie doch Deutsch und kein Latein gesprochen habe. Die Maßmännische Großmutter, eine Wäscherin von unbescholtener Sittlichkeit und die einst für Friedrich den Großen gewaschen, hat sich über die Schmach ihres Enkels zu Tode gegrämt; der Onkel, ein wackerer altpreußischer Schuhflicker, bildete sich ein, die ganze Familie [ 303 ] sei schimpfirt und vor Verdruß e